Frühstücksgedanken & Buchempfehlung

beeren
Für 2 Portionen: 1 Tasse Haferflocken, 1 Tasse Hafermilch, 1 Tasse Wasser, Zimt, 1 EL Agavendicksaft, 1 EL Kokosflocken.

Wer morgens um vier aufsteht, der kann gegen 6 durchaus schon mal Hunger haben … ;)

Wenn ich das mal so ausrechne (was ich selten tue), dann kommt dieser Topf Porridge auf um die 800 Kalorien, vielleicht sogar 900 und die Hälfte hab ich schon verputzt. Hhm … Früher hätte ich jetzt ein extrem schlechtes Gewissen gehabt,

soooo viele Kalorien, soooo früh am Morgen …

Der Tag wäre gelaufen gewesen, noch bevor er überhaupt richtig begonnen hat.

Heute kann ich mich hinsetzen, mein Essen genießen und ich weiß, dass es mir ganz sicher nicht schadet, im Gegenteil. Nicht nur, dass ich keine Angst mehr habe, dick, bzw. noch dicker zu werden, ich habe gelernt, dass ich nur dann, wenn ich ausreichend esse, auf gesunde Weise mein Gewicht reduzieren kann und sogar gute Laune dabei habe. ;)

Liest man ja überall … „Du musst essen, wenn du abnehmen willst.“

Ja, super … toller Tipp, wenn man davon überzeugt ist, der Teufel persönlich stecke in jedem einzelnen Gramm des jeweiligen Nahrungsmittels.

Essen ist (und war) letzten Endes gar nicht so sehr das Problem. Es ist nicht das leckere Mittagessen, das wir uns nicht gönnen wollen, wir erlauben uns ganz andere Dinge nicht und drücken unsere Überzeugung auf unsere ganz eigene Art und Weise aus.

Ich bringe aktuell das niedrigste Gewicht auf die Waage, das ich seit grob geschätzt Ende der Grundschule jemals hatte (war mal ein knapper Zentner mehr), esse leckeres Essen und habe Spaß daran. Sicher … manchmal denke ich noch immer: „Ups … war das jetzt wirklich nötig?“ und nicht immer lautet die Antwort „Ja“, aber das darf ja auch mal sein. Mein Körper nimmt mir das heute bedeutend weniger übel, als früher, als er noch im Hamstermodus war und jede Kalorie gebunkert hat, die er hat kriegen können.

Heute weiß er scheinbar, dass es morgen ja immer noch was gibt und kein Grund dazu besteht, irgendwelche größeren Vorräte anzulegen.

Dass das jemals so sein würde – ich hätt`s selbst nicht gedacht.

Unser Umgang mit Essen ist immer nur der Ausdruck unserer tiefsten Überzeugungen über uns selbst und solange wir an Elend und Verderben festhalten, werden wir auch weder unser Essverhalten noch die Form unseres Körpers in den Griff bekommen – beides passt sich dem an, was wir über uns denken und wie wir uns und unsere Welt sehen.

Da ist es auch völlig egal, wie schön wir für andere vielleicht erscheinen mögen oder wie niedrig unser Gewicht ist. Wenn es an anderer Stelle klemmt und wir doktern am völlig falschen Eck herum, werden wir uns nach wie vor von uns selbst losgelöst empfinden, nicht als wahres Ich und schon gar nicht als die Person, die wir so gern wären.

Das Zauberwort heißt wohl Akzeptanz und nichts ist schwieriger, als etwas anzunehmen, was man doch so sehr ablehnt und unbedingt anders haben möchte.

Heute bin ich eine von denen, über die ich früher gelesen und gedacht habe: „Ja, ja … die hat ja gut reden“ und ich finde es selbst noch immer total krass, wie sehr sich alles verändert hat. Dass ich gar nicht das Essen bekämpfe, sondern ganz etwas anderes, das hatte ich mein Leben lang zwar geahnt, aber mehr auch nicht.

Dinge annehmen,
sie als vergangen betrachten,
stehen lassen – loslassen.

Glaube, das war mein erster Schritt.

Vergeben – anderen und mir selbst – wohl der nächste, bis ich irgendwann später feststellen durfte, dass es gar nichts zu vergeben gibt. 

Eins folgte auf das andere und ich bin noch immer nicht am Ziel angekommen – aber ich bin in einer schönen Gegend unterwegs und genieße die Aussicht. ☺ Ob ich jemals das Gefühl haben werde, mein endgültiges Ziel erreicht zu haben, das weiß ich nicht, aber das ist ja vielleicht auch gar nicht nötig.
Das Ende kommt schließlich erst zum Schluss und selbst dann geht`s vielleicht sogar erst richtig los – wer weiß das schon so genau …

Ich möchte dir gern zwei Buchempfehlungen hier festpinnen (Klick aufs Buch führt zu Amazon). Mir persönlich haben sie sehr geholfen und vielleicht hast ja auch du Lust, mal reinzuschauen. :)

Damit einen schönen Tag dir und liebe Grüße,
Rebecca

vegebung   vergebung selbst

 

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„Jetzt iss doch einfach normal!“ – Kinderkram Essstörung

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Weetabix mit Kiwi, Plattpfirsich und einer mit Hafermilch pürierten Banane. :)

Neuer Tag, neues Glück – neue Chancen. :D

Nach so einem Frühstück hätte ich mich früher total schlecht gefühlt. Ich hätte nicht das Obst, die Proteine, Vitamine und Ballaststoffe gesehen, nö, ich wäre fixiert gewesen auf die ach so bösen Kohlenhydrate in den Weetabix, der Hafermilch und in der pürierten Banane.
Gut möglich, dass ich den Rest des Tages nichts mehr gegessen hätte oder, genau das Gegenteil, weitergefuttert hätte wie ein Scheunendrescher, weil: „Jetzt isses ja eh wurscht.“ … „„Jetzt iss doch einfach normal!“ – Kinderkram Essstörung“ weiterlesen

Vom Essen, Lesen & Schreiben :)

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Hallo zusammen,
wünsche einen schönen Sonntagnachmittag – Lust auf ein Stückchen Kuchen? Genauer gesagt: Ein Stück Apfel-Dinkel-Streusel oder lieber Beeren-Streusel? Mir isses egal, von beiden noch da, beide lecker – beide vegan. ;)

Bevor ich zum Rezept komme, erst mal noch schnell ein kleines Update in Sachen Buchprojekt. :)  „Vom Essen, Lesen & Schreiben :)“ weiterlesen

Auf dem Teller & im Leben – die Mischung macht`s. :)

Hallo August,
hallo Sommerurlaub! :D

Fehlt nur noch die Hängematte … ;)

veganbowl

Wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche & den neuen Monat, meiner beginnt mit Sojajoghurt, Banane, Passionsfrucht, Heidelbeeren, Amaranth, Trauben, Orange, Chia-Cranberry-Topping und ein paar Walnüssen. :)  „Auf dem Teller & im Leben – die Mischung macht`s. :)“ weiterlesen

Heißhunger & Serotonin: Essen für`s Gemüt


Heißhunger & Serotonin

Was tun, wenn du einfach nie satt wirst?

Dieser Artikel befasst sich mit konkreten, körperliche Ursachen, die deine Essstörung aufrecht erhalten und dir bei deiner Heilung womöglich im Weg stehen – die du aber in bedeutend höherem Maße, als du vielleicht für möglich gehalten hast, beeinflussen kannst. „Heißhunger & Serotonin: Essen für`s Gemüt“ weiterlesen