Lidl goes vegan

Vor einer Weile schon habe ich darüber gelesen, dass Lidl bald eine vegane Pizza auf den Markt bringen möchte, Startdatum sollte der 01.08. diesen Jahres sein und wer mal eben nen Blick auf den Kalender werfen möchte, der darf nun 3x raten, wo ich heute Vormittag einkaufen war?

Richtig, nicht im Aldi. ;) 

Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt soooo gespannt auf ein Angebotsprodukt gewartet habe, für gewöhnlich weiß ich nicht mal, was es grade wo günstig gibt und kauf halt, was ich brauch. :)

War erst mal enttäuscht, als ich im Pizza-Abteil nix Veganes hab entdecken können und dachte schon, nur Filialen größerer Städte wären auf den fleisch-ei-und-milchlosen Zug aufgesprungen, wurde dann aber ein paar Tiefkühltruhen weiter erfreulicherweise doch noch fündig! :D

lidlpizzaladen

1,11 Euronen kostet die italienische Mafiatorte und sechs Stück davon habe ich direkt mal in die heimische Tiefkühltruhe umquartiert – ich  hab ne starke Ahnung, wie mein Abendessen heute aussehen wird. ☻ Steinofenpizza belegt mit Tomatensauce, Spinat, Cherrytomaten und Champignons. Kann man ja noch bisschen mit dem in der Küche herumlungernden Gemüsesortiment aufmöbeln. ;)

Klingt aber doch auch so schon ganz gut (als Käse-Ersatz soll übrigens Knoblauch-Schaum dienen). Na … ich lass mich mal überraschen. :)

Wer auf die schlanke Linie achtet, den werden vielleicht die Nährwerte interessieren.

lidkpizzanährwerteEine Pizza Speciale (ebenfalls von Alfredo) verfügt je 100 Gramm über 218 kcal, 11g Eiweiß, 24,5g Kohlenhydrate und 8,1g Fett.

Die vegane Variante hat also 1/3 weniger Kalorien, dafür nicht ganz die Hälfte Eiweiß und 2/3 weniger Fett. Oooooch … das kann sich doch sehen lassen (und wie gesagt … mein Vergleichsobjekt ist „nur“ ne Speciale ,.. ;) )


Besonders beeindruckend finde ich ja,

wie es überhaupt zu der Pizza kam.

Ich glaube, es war im April, als Lidl seine Online-User aufgefordert hat, ihre liebsten Pizza-Beläge zusammenzustellen und die zehn häufigsten Kombinationen wurden dann später auf Facebook zur Abstimmung freigegeben.
Kann mir gut vorstellen, das Lidl selbst nicht damit gerechnet hat, dass eine fleischlose Variante gewinnen würde und als herauskam, dass der Teig nicht vegan ist, wurde  die Rezeptur direkt angepasst. Das ist och mal konsequent und so prangt nun also das Vegan-Label vorne auf der Packung. :)

Ob man an dem Abstimmungsergebnis eine prinzipielle Entwicklung hin zur fleischlosen Ernährung ablesen kann? Ich hab keine Ahnung, hoffe aber einfach mal, dass mancher Laden durch solche Aktionen vielleicht dazu inspiriert wird, mehr vegane Produkte in sein Sortiment aufzunehmen (wobei die Auswahl inzwischen teilweise schon recht beachtlich ist).

Soll ja nicht zum Schaden der Allesesser (Omnivoren, liebevoll: Omnis ♥ ☻) sein, Veganer und alle, die sich hin und wieder mal auf diese Art ernähren möchten, würds aber sicher freuen.

Bin jedenfalls mal gespannt, ob es die vegane Lidl-Fan-Pizza nach dem Aktionszeitraum auch ins Dauersortiment schafft …

In diesem Sinne: Buon appetito und arrivederci,
Rebecca

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12 Kommentare zu „Lidl goes vegan

    1. Ich dank dir! 😃

      Werde nachher noch ein kleines Update posten, denn: Jaaaaa, hab gestern Abend noch eine halbe Pizza mit Salat gegessen und fand sie echt gut. :)

      Ist recht viel Spinat ist drauf, was sie sehr saftig macht. Selbstgemacht ist zwar nach wie vor die beste Variante, aber für „mal eben schnellschnell“ ist die Lidl-Pizza definitiv empfehlenswert! 👍

      Sag doch mal Bescheid, wie du sie fandest. 😃

      Lieben Gruß,
      Rebecca

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      1. Ich hatte auch schon Bedenken, wohne auch nicht wirklich zentral … ;) Vorteil: In Sachen veganer Sonderangebote hab ich wenig Mit-Interessenten. ;)

        Habe auf der Lidl-Facebookseite aber massenhaft Kommentare von Leuten gelesen, in deren Lidl die Pizza in Nullkommanix ausverkauft war oder sogar schon am Samstag verscherbelt wurde …

        Ich gehe fast von aus, hier in meinem liegen noch immer welche rum. Manchmal isses eben doch gut, nicht in der Großstadt zu leben. ;)

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    1. Huhu Sina! :)

      Ja klar schmeckt selbstgemachte Pizza am Besten, aber für mal eben zwischendurch, wenn denn wirklich so gar keine Zeit ist, haben solche Fertig-Gerichte ab und an dann doch mal nen Nutzen – zumindest für mich. ;) Noch dümpelt der ganze Rest in der Tiefkühltruhe rum, aber irgendwann bin ich (oder Fräulein Tochter ;) ) sicher mal froh, einfach die Packung aufreißen und das Teil in den Ofen schmeißen zu können. ;)

      Will nicht wissen, wie viele Fertig-Pizzen oder Fertig-Wasauchimmer in deutschen Frostern gebunkert sind. Dass der Markt nun auch mal was Veganes anbietet uuuuund das auch noch dazu vom User so bestimmt wurde, das war ja eher das, was ich so „geschichtsträchtig“ fand. ;)

      Dir ebenfalls einen wunderschönen Tag und ein zauberhaftes Wochenende!
      Rebecca

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      1. Ja der Markt dafür ist riesig. Von Beobachtung weiß ich, dass ich ein Großteil der Deutschen auch so ziemlich TK und Fertig ernährt. Aber auch wenn wenig Zeit ist muss es keine Fertigpizza sein. Zumal es da auch echt keine gibt, die schmeckt 🤔😉 LG

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      2. Hhm, da scheiden sich vermutlich die Geister. Irgendnen Grund muss es ja haben, dass so viele Menschen solche Nahrungsmittel (unter LEBENSmitteln versteh ich was anderes, da sind wir uns definitiv einig ;) ) bevorzugen.

        Obs tatsächlich die pure Bequemlichkeit ist? Gewohnheit? Denke schon, dass man an diese ganzen Geschmacksverstärker & Co. so sehr gewöhnt sein kann, dass man „meint“, das sei etwas ganz besonders Schmackhaftes, was man da aus der Tiefkühltruhe gezaubert hat und ich müsste lügen, würde ich nicht zugeben, dass ich früher diverse Pizzen tatsächlich richtig gut fand – aber da hatte ich sowieso noch ein ganz anderes Verständnis für Ernährung, bzw. gar keines.

        Hhm, wie bei allem, seh ich das auch hier nicht so eng. Wie heißt`s doch gleich: Die Dosis macht das Gift, deshalb kann ich auch gut damit leben, ab und an (wirklich extrem selten) nicht frisch zu kochen – was ich aber auch bei wenig Zeit für gewöhnlich tue. ;)

        Meine Ernährungsgeschichte hat mich ziemlich geprägt und wenn alles auch nur halbwegs so bleibt, wie es aktuell ist, dann ist das für mich (im Vergleich zu meinen krankhaft essgestörten Zeiten) einfach grandios und dann kann ich auch mit ner TK-Pizza alle paar Monate gut leben. ;)

        Wie wusste schon Einstein: Alles relativ. ;) Je nach Lebensgeschichte kann gut & schlecht völlig unterschiedlich bewertet werden – und das ist auch okay so. ;)

        Ganz lieben Gruß! :)

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      3. Ja na sicher, alle paar Monate ist so fertigkram okay, aber dauerhaft doch fragwürdig. Die Schwiegermutter zum Beispiel meint immer ein gutes Essen zu zaubern, wenn sie Klöße auftaut und TK Gemüsemischung warm macht und die Sauce aus Pulver rührt. So sieht bei ihr ein gutes und in ihren Augen gesundes Sonntagsessen aus! Mit einer anderen Verwandten hatte ich neulich eine Diskussion wegen einem Kopfsalat. Ich habe gefragt, was denn das für ein Dressing sei. Antwort: Tüte! Auf meine Frage hin, welche Geschmacksrichtung, damit ich eben das nachbasteln kann, sagte sie es schmeckt mit frischen Kräutern fad 🤔😳. Ist schon traurig, was die Industrie mit uns gemacht hat. Wenn man im Prinzip ein Lebensmittelgeschäft durchläuft, so sind sehr viele Sachen darin unnütz!
        LG

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      4. Stimme dir zu 100% zu! :) Wenn man mal drauf achtet, was da so über die Warenbänder der Supermärkte läuft, ist das häufig schon recht deprimierend … Aber wie gesagt … Ich war mal nicht besser. Das kann man keinem „beibringen“ oder gar aufdrängen. Da muss jeder selbst drauf kommen – mal früher, mal später oder auch mal gar nicht … Ich erzähle (bzw. schreibe) eigentlich auch nur online über meine Ernährung, im Alltag ist das nicht so Theme. Mancher fragt mal nach, wenn ihm irgendwas auffällt und dann entstanden auch schon gute Gespräche, aber wirklich verändern werden die Menschen immer erst dann etwas, wenn der Leidensdruck zu groß ist – ob nun beim Essen oder bei was auch immer. In Sachen Ernährung merkt man ja leider selten sofort, dass man sich vielleicht grade nix Gutes tut und wenn man sich erst mal an etwas gewöhnt hat, wirds erst recht schwierig. Schlechte Gewohnheiten lassen sich leider nicht einfach aus der Haustür bitten, die muss man erst mal die Treppe runterboxen – jede verdammte, einzelne Stufe … ;) Blogs wie deiner tragen aber hoffentlich (ganz sicher) dazu bei, dass der Ein oder Andere von ganz allein drauf kommt, dass es da doch vielleicht noch was Besseres geben muss – schade, dass es sowas wie das Internet zu meiner Jugendzeit noch nicht gab. ;)

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